27
08
2008
Gestern erzaehlt mir ein Kollege, dass er darueber nachdenkt, sich fortzubilden und Kurse zu belegen und ein paar Industriecerts zu erlangen. So weit keine schlechte Idee. Nur leider klang das ganze dann weniger positiv als er mir erzaehlte, was er sich da ausgesucht hat: Ein sechswoechiger Abendkurs mit einem "Abschluss" als "Certified Ethical Hacker".
Ich hab mir den Inhalt dieses Kurses mal angesehen. Beworben wird das quasi als Kurs in "Netzwerkgrundlagen/Strukturen/Protokolle", "Dateisysteme", "Angriffsmoeglichkeiten", "Grundlagen des Hackings", "potentielle Risiken", "bekannte Sicherheitsluecken", "exploiting stuff", all so Zeugs halt. Eine beeindruckende Liste, von der ich mir aber nicht vorstellen kann, wie das Material in 24 Doppelstunden auch nur annaehernd behandelt werden kann. Der Sinn dahinter ist, jemanden mehr oder weniger zum Security Spezialisten auszubilden (Inwieweit das in einem sechswoechigen Abendkurs mit 2x2 Unterrichtsstuden pro Woche ueberhaupt moeglich ist, sei mal dahingestellt). Auch wenn ich die Intention dahiner verstehe, frage ich mich doch, wer sich den Titel dieses Certs ausgedacht hat. "Certified Hacker in 6 Weeks" - das erste, das mir dabei einfaellt sind Skriptkiddies, die in 6 Wochen gelernt haben, wo man VB-Skripte runterladen und darin rumklicken kann und die nun denken, sie seien Hacker. Bei diesem Titel rollen sich mir die Fussnaegel auf. Davon abgesehen, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie ein solches Zertifikat hilfreich sein kann. Personalabteilungen, die keinen Plan von der Materien haben, werden sich wohl schwer tun, jemanden einzustellen, der den Titel "Hacker" traegt. Menschen, denen der ganze Kram kein Fremdwort ist, werden beim Anblick dieses Zertifikates wohl eher laut loslachen.
Da mich besagter Kollege nach meiner Meinung zu diesem Kurs gefragt hat, habe ich ihm genau dies auch gesagt. Da das Ding noch dazu nicht gerade billig ist, soll er die Kohle meiner Meinung nach eher in einen CompTIA Security+ Kurs investieren. Da lernt er zwar auch nicht mehr, allerdings sind die CompTIA Kurse hier wenigstens als Entry-Level Certs anerkannt. Oder aber ins lokale Community College gehen, dort Abendkurse belegen und IT Security Kurse machen. Sah er leider nicht so. Und ist jetzt stinkbeleidigt mit mir, weil ich den Titel "Certified Hacker" als eher nutzlos ansehe. Was denkt ihr zu diesem Kurs?
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26
08
2008
Falls ihr am 14. Oktober noch nix vorhabt: Die
RussenAusserirdischen kommen! Drei Tage werden sie um unseren Planeten herumschwirren. Wir koennen keinen Kontakt mit ihnen aufnehmen, sie werden sich nur zeigen. Und sie kommen, um uns zu lieben

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Also, wer noch nix vorhat: Am 14. Oktober in den Himmel gucken und dem Raumschiff winken!
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25
08
2008
Gerade bei Amazon bestellt:
Core Memory: A Visual Survey of Vintage Computers . Ein Fotobuch mit Bildern alter Computersysteme, von ENIAC bis hin zu googles erstem Produktionsserver. Und diverse Meilensteine mittendrin. Ich habe das Buch letztens beim stoebern bei Barnes & Nobles entdeckt und haette es fast mitgenommen. Da das Buch dort aber 35 Dollar plus Tax (also insgesamt fast 40 Dollar) kostet und ich es bei Amazon neu und originalverpackt fuer 17 Dollar inklusive Shipping bekomme, habe ich es dort bestellt. Ein, wie ich finde, sehr interessantes Buch - es beinhaltet zwar nur grundlegende Informationen zu den gezeigten Computersystemen (wer ausgiebige Informationen zu Systemarchitektur, Konstruktion, Leistung und Merkmalen will, muss z.B. Wikipedia fragen), ist aber sehr interessant und zeigt faszinierende Bilder und Detailaufnahmen der gezeigten Systeme! Definitiv ein Buchtipp von mir fuer Computernerds oder Leute, die einfach an alter Technik interessiert sind

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Nen kurzen Einblick ins Buch gibts uebrigens
hier.
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24
08
2008
Heute hab ich mit ein paar Kollegen im Kino "Stepbrothers" reingezogen. Ein Film ueber zwei 40jaehrige, die noch zuhause bei ihrem Vater, bzw. Mutter leben. Beide Eltern leben geschieden von ihren ehemaligen Partnern, lernen sich auf einem Medizinerkongress kennen, verlieben sich, heiraten und ziehen zusammen, wodurch die beiden Soehne - nun Stiefbrueder - sich ein Zimmer teilen muessen und sich erstmal ordentlich anhassen, spaeter aber doch Freunde werden.
Der Film ist ungefaehr so bescheuert, wie er sich anhoert. Wir waren aber in der Stimmung auf einen daemlichen Film und haben kein Niveau erwartet, von daher wurden wir nicht enttaeuscht. Will Ferrell und John C. Reilly bilden wieder ein Team wie schon in Talladega Nights. Zusaetzlich haben noch einige andere Schauspieler aus "40 year old virgin" und "Walk Hard" kleine Gastauftritte.
Fazit: Komplett niveaufreies Kino. Wer aber "mit den Jungs" herrlich daemlichen Unfug im Kino sehen will, ist mit dem Film gut bedient. Meine "duemmliche Zitate" Liste wurde gestern um mindestens 20 Zitate erweitert

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23
08
2008
Nur damit ihr nicht denkt, dass wir als kleines Fire Department nix zu tun haben. Gestern gabs hier ein Zugunglueck. Zwar "nur" ein Gueterzug - dafuer aber einer mit 110 Wagen, davon einige Tankwaegen beladen mit Schweroel und Ethanol. 12 Waegen sind entgleist, insgesamt 8 haben Feuer gefangen (laut debriefing. Ich weiss, der Zeitungsartikel sagt 8 waegen gesamt). Habe ich letztens noch geschrieben, dass die abgebrannte Scheune eines der groesseren Feuer ist, die wir so haben, dann muss ich das zuruecknehmen: Holy Crap, heute, _das_ war ein Feuer. Fuenf Feuerwehren aus der Umgebung wurden mobilisiert. Dazu noch Hazmat (Gefahrstoffunit), "Katastrophenschutz", State Troopers, Sheriffs Dept. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass wir da alle mit einem ganz gewaltig blauem Auge davongekommen sind. Das Unglueck, 20 meilen weiter suedlich in der Stadt, waere nicht so glimpflich ausgegangen. Die Gueterzuglinie fuehrt genau durch die Innenstadt von Oklahoma City durch.
Da das ganze allerdings weit ausserhalb irgendwelcher Ortschaften passiert ist und da die noch intakten Tankwaegen aus der Gefahrenzone gezogen werden konnten, haben wir nicht viel damit zu tun gehabt. Ein paar hundert Tonnen Ethanol und Diesel loeschen ist machbar, allerdings nicht ungefaehrlich in solch einem Szenario. Da ausser Feldern nix in der Gegend war und die naechsten Ortschaften 20 Meilen entfernt waren, wurde entschieden schlicht und einfach nur die brennenden Felder zu loeschen und die Tankwaegen einfach leerbrennen zu lassen.
Fuer diejenigen, die's interessiert:
Ein Zeitungsausschnitt aus dem Oklahoman,
ein weiterer Zeitungsausschnitt aus dem Oklahoman,
ein Video von Newschannel 9 und
eine Slideshow von News 5.
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22
08
2008
Zuerstmal: Danke fuer die Geburtstagsgruesse per email und in den Kommentaren

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Hier lief im Fernsehen gerade ein etwas aelterer Film: "The third man" -
der dritte Mann. Ein Krimi aus dem Jahre 1949 mit Orson Welles, der in Wien spielt und in Schwarzweiss gedreht ist. Ich bin nur zufaellig beim herumzappen haengengeblieben, da gerade in diesen Moment einer der Darsteller ein Comicheft mit dem Titel "Oklahoma Kid" in der Hand hielt. Was mich fasziniert hat, ist das ungefaehr die Haelfte des Filmes englischsprachig ist und die andere Haelfte Deutsch (ok, wienerisch) gesprochen und der Film ohne Untertitel gezeigt wird.
Mich belustigt das, da der Film durch das Deutsch in wienerischen Dialekt wie ein alter Heimatfilm wirkt. Andererseits wundere ich mich, ob nicht-deutschsprachler diesen Film ueberhaupt verstehen. Er hat Szenen, in denen mehrere Minuten lang imho durchaus fuer den Film wichtige Dinge geschehen und Dinge gesprochen werden, die fuer das Verstaendnis durchaus wichtig sein koennen - und alles in Deutsch, ohne Untertitel. Eine alte Frau, die auf korrupte Polizisten schimpft und erzaehlt dass sie Dinge gesehen hat, die fuer die Loesung des Falles wichtig sind, erscheint fuer nicht-deutschsprachler wohl nur als verwirrte alte Frau, die BLABLABLABLABLABLABLA macht. Andererseits... vielleicht ist das auch der Grund, warum der Film online als brilliante Thriller beschrieben wird, er fuer mich aber eher wie ein gemuetlicher Heimatfilm erscheint
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19
08
2008
Ich hatte die Tage mal wieder etwas mit verschiedenen Online-VCR Loesungen herumgespielt. Testweise habe ich einige Sendungen aufgenommen, darunter eine die ich in D desoefteren gesehen hatte und an die ich letztens im IRC mal wieder erinnert wurde. Die Rede ist von "
Gernstl Unterwegs".
Das Fernsehprogram hier in den USA rockt insofern, dass man immer die neuesten Folgen aller seiner Lieblingsserien im Originalton hat

. Leider ist das halt auch fast immer Krawallfernsehen. Laut, hektisch, schnell, brutal, Wackelkamera, Explosionen, Terror, Bunt, Unruhig. Dritte Programme, auf denen mal mal etwas ruhigeres Fernsehen sieht, gibt es hier nicht. Schaltet man auf die ruhigeren Kanaele hier, wird es irgendwann langweilig, den Leuten immer nur beim Kochen oder Haus renovieren zuzuschauen

.
Gestern habe ich mir also Gernstl Unterwegs reingezogen. Grossartig! Mehr kann ich dazu nicht schreiben

. Das ist mal Fernsehen, das nicht stressig, laut und schnell ist, sondern gemuetlich und entspannend - und dabei sogar noch interessant

. Leider war's zu kurz, ich hatte nur eine dreiviertel Stunde aufgezeichnet. Fuer diejenigen, die Gernstl nicht kennen, erklaert die
Webseite des Bayerischen Rundfunks die Sendung:
Willkürlich, zufällig und meistens ungeplant trifft Gernstl auf Menschen links und rechts der Straße. Und weil bei "Gernstl unterwegs" vieles dem Zufall überlassen ist, wird vieles möglich: Begegnungen mit liebenwürdigen Originalen und Querdenkern, die ihre charmant- skurrilen Ansichten zum Besten geben. Das Team trifft unscheinbare Zeitgenossen, die sich, ermuntert durch Franz Xaver Gernstls behutsame und immer neugierige Fragen, als geheime Weltverbesserer und Visionäre entpuppen - manchmal auch als Ketzer und geistige Einzelgänger
Und wer es sich immer noch nicht vorstellen kann, darf sich bei Youtube einfach mal
ein paar Clips aus seiner Sendung anschauen.
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19
08
2008
Einen Mitarbeiter zu entlassen, weil er am Wochenende nachts gesehen wurde, wie er aus einem Strip Club kam und damit als Mitarbeiter gegen den firmeninternen "
Code of Conduct" verstoesst, lag zumindest fuer mich bislang weit ausserhalb meiner Vorstellungskraft.
Seit gestern nicht mehr. Nein, ich war's nicht.
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18
08
2008
Samstag nacht war ich ja wieder unterwegs. Leider ist die Bilderausbeute diesen Vollmond eher gering, da das Wetter sich entschieden hat, seit 2 Wochen durchzuregnen

. Samstag war der einzige brauchbare Tag, also hab ich mich da mal auf den Weg gemacht. Nicht weit von hier ist ein Motel das mal der alte "Western Style" Teil der Stadt war und in den 50ern aufgekauft und umgebaut wurde. Leider inzwischen wieder verlassen, aber trotzdem sehr beeindruckend, sich das ganze anzuschauen. Bei Texxon haben die Bilder gleich die richtigen Assoziationen geweckt. Danke fuer die Fotomontage

. Fuer den Rest der Leser gibts die Bilder in den naechsten Tagen natuerlich wieder bei Flickr.
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17
08
2008
Der billige 2 Dollar "made in China" Fernausloeser den ich letztens auf eBay geschossen habe, hat letzte Nacht den Geist aufgegeben. Grund genug, ihn mal aufzuschrauben und reinzuschauen. Das Ding ist wie erwartet recht einfach aufgebaut. Im inneren ein Drucktaster der zwei Kontakte schliesst: Stufe 1 schliesst Kontakt 1 auf Grund, Stufe 2 schliesst zusaetzlich Kontakt 2 auf Grund. Simpler gehts nicht.
Der einzige Grund warum ich mir den Fernausloeser geholt habe und nicht den Eigenbauausloeser der 300d verwendet habe, ist dass bei der 40D der Fernausloeser nicht mehr durch nen 3.5mm Klinkenstecker angeschlossen wird, sondern Canon hier einen proprietaeren Anschluss fuer den Fernausloeser verbaut hat und eben dieser Stecker alleine mehr kostet als der ganze Fernausloeser bei eBay.
Da selbiger aber jetzt den Geist aufgegeben hat, ueberlege ich gerade, ob ich mir da nicht was basteln koennte. Ich hab da gerade nen USB-Kamera Adapter im Kopf, mit dem ich gaaaanz billig durch den USB Port die zwei Kontakte schliessen und die Kamera ausloesen koennte. Warum nicht direkt den USB Port der Kamera nutzen und die Kamera direkt ansprechen? Weil ein billiger USB to Fernausloeser Adapter universell fuer alle moeglichen Kameras verwendbar waere. Da nicht jeder nen eeePC oder nen vergleichbaren Laptop hat, waere eventuell auch eine kleine Software auf nem IPod denkbar, die den Fernausloeserkontakt ansteuert. Das schoene daran waere, dass ich nicht mehr einen Timer und einen extra Fernausloeser habe, sondern ich mir ne kleine Software schreibe, in der ich die gewuenschte Belichtungszeit im Computer oder auf dem iPod einstelle und die dann von selbst ausloest und nach ende der Belichtungszeit die Belichtung beendet.
Ja, natuerlich macht das nicht wirklich Sinn, da es programmierbare Fernausloeser fuer kleines Geld gibt. Das waere nur aus Spass an der Freude
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